Ätherische Öle

Unser Geruchssinn ist zwar nicht annähernd so gut ausgeprägt, wie der der meisten Tiere, dennoch ist er unglaublich komplex und sehr wichtig für uns, wahrscheinlich wichtiger als man meinen mag.

Von allen Sinnen ist er mit unserem Unterbewusstsein am stärksten verbunden. Treffen Duftmoleküle in unserer Nase auf Riechzellen, wird der Reiz weitergeleitet, erreicht unser Unterbewusstsein und wird im limbischen System mit einer Erinnerung oder Erfahrung verbunden, noch bevor der Duft die Wahrnehmungsschwelle erreicht hat. Denn erst dann nehmen wir einen Duft bewusst wahr. Häufig hat unser Unterbewusstsein schon entschieden, ob wir uns in diesem Raum wohl fühlen oder uns diese Person sympathisch ist. Auch bei der Auswahl des Partners entscheidet unser Duftsinn kräftig mit, den jede Person hat einen ganz besonderen, eigenen Körpergeruch der durch den Hormonhaushalt und dem Abbau von Stoffwechselprodukten entsteht, und der unserem Unterbewusstsein zusagt oder auch nicht. Es ist also häufig nicht das Aussehen oder der Kontostand des Gegenübers, sondern unser Unterbewusstsein, welches bestimmt, wen wir „riechen können“ und wen nicht.

Aber was sind denn nun ätherische Öle?

Ätherische Öle sind durch verschiedene Verfahren, z.B. durch Destillation, gewonnene, flüssige Bestandteile duftender Pflanzen, wobei „ätherisch“ die Bedeutung von „flüchtig“ hat. Der Duftstoff verflüchtigt sich an der Luft und ist bald nicht mehr wahrnehmbar. Die Bezeichnung „Öl“ ist etwas irreführend, denn Konsistenz, Eigenschaften, Wirkungsweisen und Verwendung sind gänzlich anders als jene von z.B. Mandelöl.

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